Mit leerem Magen kann ich keine Entscheidungen treffen. Und vor dem ersten Kaffee sowieso nicht. Da überfordert mich sogar die Wahl zwischen Avocado mit Hüttenkäse und Kresse oder lieber mit Chili und pochiertem Ei? Aber hej: Für Avocado mit irgendwas hab ich mich immerhin ja schon entschieden. Weltbewegendes am Sonntagmorgen. Dieses Mal frühstücken wir bei Betty’n Caty in Berlin Prenzlauer Berg.

Die Karte von Betty’n Caty verspricht Großes: Porridge mit Ahornsirup, Schokolade, Bananen und Haselnüssen, ein Sandwich mit hausgemachtem Hummus, Tomate und Gurke oder Toasties mit Ziegenkäse und Rote Beete. Außerdem: frische Smoothies mit klingenden Namen wie „Morning After“ (enthält Sellerie, Spinat, Ingwer, Zitrone, Kokoswasser, Gurke, Ananas und Apfel) oder „Good Karma“ (mit Banane, Blaubeeren, Mandelmilch, Kokoswasser, Hanfsamen und Zimt). Zu viele Entscheidungsmöglichkeiten für diese Uhrzeit! Wir bestellen schließlich: Avocado (dann doch die mit Hüttenkäse) mit Körnerbrot (6,50 Euro), Rührei und Tomaten auf Toast (7,00 Euro) und ein Bircher Müsli mit Pistazien und Beeren (3,90 Euro). Dazu – natürlich – Kaffee (2,90 Euro).

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breakfast club wasmitb fruehstueck betty n caty berlin draussenDas Team von Betty’n City wuselt und werkelt, was Küche und Theke hergeben. Das müssen sie auch, da der Besucherstrom in den gut eineinhalb Stunden, in denen wir es uns zwischen den Samtkissen gemütlich machen, kaum abreißt. Ein Geheimtipp ist das Café in der Nähe des Wasserturms schon längst nicht mehr. Trotz wahnsinnig viel Andrang verliert hier niemand seine gute Laune. Das gibt Pluspunkte.

Während ich mich zurückhalten muss, dem Nachbarn, der schon mit seiner ersten Ladung Frühstück a.k.a. einen Berg Rührei mit Lachs auf Toast beschäftigt ist, nicht zu obsessiv auf den Teller zu starren, wird unser Frühstück schon serviert. Gut schaut’s aus. Leichte Abzüge gibt es für Betty’n Caty in der B-Note, weil die aufgetischten Mengen im Verhältnis zum Preis auf den ersten Blick ein wenig zu klein geraten wirken. Dennoch: Wir werden mehr als satt; Delikate Brotscheiben gibt es auf Nachfrage als kostenlosen Zuschlag. Und: Es schmeckt richtig gut, vor allem das Bircher Müsli könnte ich mir nicht besser wünschen: Cremig, fruchtig, gehaltvoll, aber nichts davon zu viel. Und warum ich zu Hause noch nie auf die Idee gekommen bin, Avocado mit Hüttenkäse und Kresse (man merkt gar nicht, dass es mich irgendwie beeindruckt hat, oder?) zu essen, weiß ich auch nicht. Muss an der mangelnden Entscheidungsfreudigkeit am Sonntagmorgen liegen.

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Das alles gibt’s hier: Betty’n Caty, Knaackstraße 8, 10405 Berlin; mehr Infos findet ihr hier